Alles, was Sie über All-on-6 Zahnimplantate wissen müssen: Wer ist geeignet, wie läuft die Behandlung ab, welche Risiken gibt es und wie verläuft die Heilung? Ein unabhängiger Patientenratgeber auf Basis klinischer Daten.
All-on-4 verwendet vier Implantate pro Kiefer, All-on-6 sechs. Die zwei zusätzlichen Implantate verteilen die Kaukräfte auf eine größere Fläche und reduzieren so den Stress auf jedes einzelne Implantat. Bei Patienten mit geringerer Knochendichte im Oberkiefer bietet All-on-6 mehr Stabilität und langfristige Zuverlässigkeit. Im Unterkiefer mit ausreichendem Knochen kann All-on-4 ausreichen.
Die Titanimplantate selbst können bei richtiger Pflege über 20 Jahre halten. Klinische Studien berichten eine 20-Jahres-Überlebensrate von 92 %. Die Lebensdauer der Prothese hängt vom Material ab: Zirkonprothesen halten 15–20 Jahre, Acrylhybridprothesen 5–7 Jahre. Regelmäßige Pflege und halbjährliche professionelle Kontrollen verlängern die Implantatlebensdauer direkt.
Patienten mit moderatem Knochenschwund sind in der Regel für All-on-6 geeignet. Die strategische Positionierung von sechs Implantaten nutzt das vorhandene Knochenangebot optimal aus. Bei schwerem Knochenverlust kann jedoch zunächst ein Knochenaufbau erforderlich sein. Die genaue Beurteilung erfolgt durch Messung von Knochenvolumen und -dichte mittels 3D-CT. Ihr Arzt empfiehlt Ihnen auf Basis der Scan-Ergebnisse die geeignetste Option.
Die All-on-6 Behandlung wird in der Regel in zwei Türkei-Besuchen abgeschlossen. Der erste Besuch dauert 3–5 Tage und umfasst die Operation und die Eingliederung der provisorischen Prothese. Es folgt eine 3–6-monatige Osseointegration (Heilungsphase). Der zweite Besuch dauert 5–7 Tage und beinhaltet die Herstellung und Eingliederung der endgültigen Prothese. Der gesamte Prozess dauert von Anfang bis Ende etwa 4–7 Monate.
Ja, bei der Wahl der richtigen Klinik ist die Behandlung sicher. Bevorzugen Sie JCI-akkreditierte Kliniken, die Premium-Implantatmarken verwenden und über eine Gesundheitstourismus-Genehmigung verfügen. Die Türkei ist ein Gesundheitsreiseziel mit über einer Million Gesundheitstouristen pro Jahr und einer medizinischen Infrastruktur auf EU-Niveau. Bestehen Sie auf einem Implantatpass, hinterfragen Sie die Erfahrung des Chirurgen und lassen Sie sich die Garantiebedingungen schriftlich geben.
Während der provisorischen Prothesenphase (erste 3–6 Monate) beginnen Sie mit Weichkost: Suppe, Püree, Joghurt, gedünstetes Gemüse. Sobald die endgültige Prothese eingesetzt und vollständig eingepasst ist, können Sie nahezu alle Speisen zu sich nehmen -- Äpfel, Fleisch, Nüsse eingeschlossen. Sehr harte Speisen (Eis kauen, harte Nussschalen) sollten mit Vorsicht genossen werden. Festsitzender Zahnersatz bietet im Vergleich zu herausnehmbaren Prothesen eine deutlich höhere Kaufähigkeit.
Ja, es gibt wesentliche Unterschiede. Der Oberkieferknochen (Maxilla) ist weniger dicht und poröser als der Unterkiefer. Zudem beeinflusst die Nähe zur Kieferhöhle die Implantatpositionierung. Daher wird im Oberkiefer häufiger All-on-6 gewählt, während im Unterkiefer All-on-4 ausreichend sein kann. Die Oberkieferchirurgie erfordert in der Regel sorgfältigere Planung, und die Heilungszeit kann etwas länger sein.
Wenn Sie langfristig investieren möchten, wählen Sie Zirkon. Mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von 93,7 % übertrifft es Acryl (83 %), bietet die natürlichste Ästhetik und ist resistent gegen Verfärbungen. Wenn Sie mit einem günstigeren Einstieg beginnen möchten, können Sie mit einer Acrylhybridprothese starten und später auf Zirkon wechseln. Acryl ist zwar leichter zu reparieren, muss aber nach 5–7 Jahren erneuert werden.
In der Premium-Kategorie haben Straumann (Schweiz) und Nobel Biocare (Schweden) die umfangreichste klinische Datenlage. Im mittleren Segment liefern Osstem (Südkorea) und MIS (Israel) gute Ergebnisse. Bestehen Sie auf einem Implantatpass, der Marke, Lotnummer und Herstellungsdatum des verwendeten Implantats ausweist. Dieses Dokument ist für die künftige Pflege und eventuelle Revisionseingriffe unerlässlich.
Einer der größten Vorteile von All-on-6 ist die Redundanz. Wenn eines der sechs Implantate versagt, können in den meisten Fällen die verbleibenden fünf die Brücke weiterhin stützen. Bei All-on-4 ist ein einzelner Implantatverlust kritischer. Das versagte Implantat wird in der Regel entfernt, die Region heilt aus, und anschließend wird ein neues Implantat gesetzt. Bei Kliniken mit Garantie erfordert dies keine zusätzlichen Kosten.
Ob es Ihr erster Besuch ist oder Sie ein wiederkehrender Patient sind, unser Team ist hier, um Ihnen personalisierte Betreuung in einer entspannten und freundlichen Umgebung zu bieten.
All-on-6 Zahnimplantate gehören zu den zuverlässigsten Festsitzlösungen für Patienten mit vollständigem oder weit fortgeschrittenem Zahnverlust. Sechs Titanimplantate tragen eine festsitzende Vollbogenbrücke -- und die Probleme mit herausnehmbarem Zahnersatz sind damit dauerhaft erledigt.
Dieser Ratgeber gibt Ihnen das weiter, was wir in hunderten von All-on-6 Behandlungen gelernt haben: klare Antworten zu Risiken, Materialwahl und Klinikverifizierung -- Themen, die kein Wettbewerber offen anspricht.
All-on-6 auf einen Blick
All-on-6 Zahnimplantate sind eine fortgeschrittene Restaurationstechnik: Sechs strategisch positionierte Titanimplantate pro Kiefer tragen einen festsitzenden Vollbogenersatz. Im Vergleich zu All-on-4 bieten mehr Implantate -- besonders im Oberkiefer und bei moderatem Knochenverlust -- deutlich mehr Stabilität.
Merkmal
Details
Behandlungsart
Festsitzende Vollbogen-Implantatprothese
Implantate pro Kiefer
6 Titanimplantate
Verwendete Materialien
Titanimplantat + Zirkon- oder Acrylprothese
Anzahl der Besuche
2 Besuche (im Abstand von 3–6 Monaten)
Gesamtbehandlungsdauer
4–7 Monate (inkl. Heilung)
Klinische Erfolgsrate
94–98 % (10-Jahres-Follow-up, PMC11416373)
Haltbarkeit
Implantate 20+ Jahre, Prothese 10–15 Jahre (Zirkon)
Patientenprofil
Mittlerer bis starker Zahnverlust, ausreichende Knochendichte
Heilungszeit
Erste Woche Weichkost, 3–6 Monate Osseointegration
Kostenvorteil
Bis zu 70 % Ersparnis gegenüber westeuropäischen Preisen
Was ist All-on-6 und wie funktioniert es?
All-on-6 ist eine fortschrittliche Restaurationstechnik, bei der sechs Titanimplantate pro Kiefer in strategischen Winkeln gesetzt werden und eine dauerhaft befestigte Vollbogenbrücke tragen. Laut 20-jährigen Meta-Analysen beträgt die Überlebensrate von Zahnimplantaten im ersten Jahr 99,3 % und nach zwanzig Jahren noch 92 % (PMC11416373).
Das Grundprinzip der Technik ist die Lastverteilung. Sechs Implantate verteilen die Kaukräfte auf sechs statt vier Punkte. Das reduziert die Belastung jedes einzelnen Implantats und ist besonders im Oberkiefer ein erheblicher Vorteil, wo die natürliche Knochendichte geringer ist.
Der klinische Grund für sechs statt vier Implantate ist simpel, aber entscheidend: Redundanz. Wenn ein Implantat aus irgendeinem Grund während der Osseointegration versagt, können die verbleibenden fünf die Brücke in den meisten Fällen weiterhin stützen. Beim All-on-4-System kann der Verlust eines Implantats eine vollständige Neuplanung erfordern.
In unserer klinischen Erfahrung wählen wir bei etwa 65 % der Oberkieferfälle All-on-6. Der Grund: Der Oberkieferknochen (Maxilla) ist im Vergleich zum Unterkiefer poröser und weicher -- sechs Implantate bilden hier eine deutlich sicherere Grundlage.
Die hinteren (posterioren) Implantate werden zudem in der Nähe der Kieferhöhle in angewinkelter Position gesetzt, um das vorhandene Knochenangebot optimal zu nutzen. So entfallen bei vielen Patienten zusätzliche Eingriffe wie eine Sinusbodenaugmentation.
Sofortbelastung: Zähne am selben Tag
Eines der wichtigsten Merkmale von All-on-6 für den Patientenkomfort ist die Sofortbelastung. Am Tag des chirurgischen Eingriffs wird eine provisorische Acrylprothese auf den Implantaten befestigt. Sie verlassen die Klinik nicht zahnlos.
Diese provisorische Prothese ist jedoch nicht Ihr endgültiger Zahnersatz. Die Osseointegration -- also die biologische Verbindung der Implantate mit dem Kieferknochen -- dauert 3–6 Monate. Erst danach wird Ihre endgültige Zirkon- oder Acrylprothese angefertigt und eingesetzt (PMC10852098).
All-on-6 oder All-on-4: Was brauchen Sie wirklich?
Der wesentliche Unterschied zwischen All-on-4 und All-on-6 liegt in der Implantatanzahl und der damit verbundenen Lastverteilung. All-on-4 stützt den Vollbogenersatz mit vier Implantaten, während All-on-6 sechs Implantate verwendet und dadurch -- besonders im Oberkiefer und bei Knochenverlust -- höhere Stabilität und langfristige Zuverlässigkeit bietet.
Vergleichstabelle
Merkmal
All-on-4
All-on-6
Implantatanzahl
4 pro Kiefer
6 pro Kiefer
Knochenanforderung
Weniger Knochen ausreichend
Mittlere Knochendichte erforderlich
Oberkiefereignung
Geeignet, aber begrenzte Knochenunterstützung
Überlegen -- mehr Kontaktpunkte
Lastverteilung
4 Punkte
6 Punkte -- weniger Stress pro Implantat
Redundanz
Implantatverlust kritisch
Implantatverlust ohne Prothesenverlust möglich
Operationsdauer
Kürzer (~2–3 Stunden)
Etwas länger (~3–4 Stunden)
Kostenunterschied
Günstigere Option
Etwas höhere Investition
Langzeitstabilität
Gut
Ausgezeichnet
Entscheidungshilfe: Was passt zu Ihnen?
All-on-4 ist möglicherweise besser geeignet, wenn Sie ausreichende Knochendichte im Unterkiefer haben, die Operationszeit minimieren möchten oder das Budget eine Rolle spielt.
All-on-6 liefert bessere Ergebnisse, wenn Sie eine Oberkieferbehandlung planen, moderate Knochenatrophie vorliegt oder Sie maximale Stabilität und langfristige Verlässlichkeit anstreben.
Unsere klinische Empfehlung: Im Oberkiefer bevorzugen wir All-on-6, im Unterkiefer je nach Fall All-on-4 oder All-on-6 -- aber das ist keine pauschale Regel. Die endgültige Entscheidung fällt nach CT-Scan und Knochendichtemessung.
Wer ist für All-on-6 geeignet? (Und wer nicht?)
All-on-6 Zahnimplantate eignen sich für erwachsene Patienten mit fortgeschrittenem Zahnverlust und ausreichendem Knochenvolumen an allen sechs Implantatpositionen. Unkontrollierte Systemerkrankungen, aktive Parodontalinfektionen oder schwerer Knochenschwund können die Behandlung ausschließen.
Ideales Patientenprofil
Typische Merkmale geeigneter Kandidaten für All-on-6:
Vollständige Zahnlosigkeit oder Verlust der meisten Zähne (nicht erhaltungswürdig)
Ausreichende Knochendichte im CT an allen sechs Implantatpositionen
Nichtraucher oder Bereitschaft, mindestens 4 Wochen vor der Behandlung aufzuhören
Kontrollierter Diabetes (HbA1c < 7 %)
Allgemeinzustand geeignet für die Anästhesie
Kontraindikationen für All-on-6
Das häufigste ungeeignete Patientenprofil, das wir in der Klinik sehen, ist die Kombination aus unkontrolliertem Diabetes und starkem Rauchen. Beide Faktoren senken die Osseointegrations-Erfolgsrate erheblich.
Situationen, in denen All-on-6 nicht geeignet ist:
Schwerer Knochenschwund: Fehlt an sechs Positionen ausreichend Knochen, ist zunächst ein Knochenaufbau erforderlich
Unkontrollierter Diabetes: Bei HbA1c über 8 % steigt das Implantatversagensrisiko deutlich (PMC7536094)
Starkes Rauchen: Patienten, die mehr als 10 Zigaretten täglich rauchen und nicht aufhören möchten
Bisphosphonat-Therapie: Bei Osteoporose-Patienten besteht das Risiko einer Kiefernekrose
Aktive Parodontalerkrankung: Muss vor der Implantatbehandlung behandelt werden
Falls Ihre Knochendichte unzureichend ist, kann durch eine Knochenaugmentation in der Türkei zunächst ausreichend Knochenvolumen für die Implantatbehandlung aufgebaut werden.
Unterschied zwischen Ober- und Unterkiefer: Der Oberkiefer (Maxilla) ist weniger dicht als der Unterkiefer und liegt nahe der Kieferhöhle, was die chirurgische Planung beeinflusst. Deshalb wird im Oberkiefer häufiger All-on-6 gewählt -- die zwei zusätzlichen Implantate kompensieren die geringere Knochendichte.
Der Zwei-Besuche-Prozess: Ihr Zeitplan in der Türkei
Die All-on-6 Behandlung in der Türkei wird in der Regel in zwei Besuchen durchgeführt. Der erste Besuch umfasst die Operation und die provisorische Prothese (3–5 Tage), dann folgt eine Heilungsphase von 3–6 Monaten zuhause, und beim zweiten Besuch wird die endgültige Prothese eingesetzt (5–7 Tage).
Erster Besuch: Operation und provisorische Zähne
Die meisten unserer Patienten planen für den ersten Besuch 4–5 Tage ein.
Tag 1 -- Untersuchung und Planung:
Panoramaröntgen und 3D-CT-Scan
Knochendichteanalyse und Implantatpositionsplanung
Digitale Abformung und Planung der provisorischen Prothese
Bestätigung des Behandlungsplans und präoperative Anweisungen
Tag 2 -- Chirurgischer Eingriff:
Lokalanästhesie (oder Sedierung nach Wunsch)
Setzen von sechs Titanimplantaten in strategischen Winkeln
Befestigung der provisorischen Acrylprothese am selben Tag (Sofortbelastung)
Postoperative Erstanweisungen und Rezept
Tag 3–5 -- Heilung und Kontrolltermin:
Postoperative Kontrolluntersuchung
Ernährungshinweise (Phase der Weichkost)
Gegebenenfalls Verbandswechsel
Abschlusskontrolle vor dem Heimflug
Heilungsphase: Was passiert zu Hause?
Nach der Rückkehr aus der Türkei beginnt die 3–6-monatige Osseointegration. In diesem Zeitraum verwachsen die Implantate biologisch mit dem Kieferknochen.
Erste 2 Wochen: Schwellung und leichte Schmerzen sind normal, Weichkostdiät
2–6 Wochen: Schrittweise Rückkehr zur normalen Ernährung
3–6 Monate: Osseointegration abgeschlossen, Fernkontrolle mit der Klinik
In dieser Phase kann Ihr Zahnarzt zu Hause die Kontrolluntersuchungen durchführen. Als BestDent koordinieren wir die Nachsorge mit unseren Partnerzahnärzten in Deutschland und Großbritannien.
Tag 1–2: Digitale und physische Abformung, Farb- und Formauswahl Tag 3–5: Herstellung der endgültigen Prothese (Zirkon oder Acrylhybrid) Tag 5–6: Einsetzen der Prothese, Okklusionsjustierung (Bissprüfung) Tag 7: Abschlusskontrolle, Pflegeanweisungen, Fluggenehmigung
Acryl oder Zirkon: Die Wahl Ihres Prothesenmaterials
Die Materialwahl bei All-on-6 Implantatprothesen beeinflusst direkt den langfristigen Erfolg, die Ästhetik und die Haltbarkeit der Behandlung. Monolithische Zirkonprothesen erzielen eine 5-Jahres-Überlebensrate von 93,7 % und übertreffen damit Acrylhybridprothesen mit 83 % deutlich (PubMed 32142577).
Acrylhybridprothese
Die Acryl-Hybridprothese (PMMA) besteht aus einem Metallgerüst mit aufgesetzten Acrylzähnen und Acrylzahnfleisch. Sie ist leichter, leichter zu reparieren und günstiger in der Anschaffung.
Allerdings hat sie auch Nachteile: Die Acryloberfläche nutzt sich nach 5–7 Jahren ab, ist anfälliger für Verfärbungen und weniger belastbar als Zirkon.
Wann sinnvoll: Als Erstprothese bei Budgetpriorität oder als provisorisch-dauerhafte Lösung nach der Sofortbelastung.
Monolithische Zirkonprothese
Zirkon kommt dem natürlichen Zahn optisch am nächsten. Die einstückige (monolithische) Fertigung minimiert das Bruchrisiko. Die 10-Jahres-Überlebensrate liegt über 95 %.
Gründe für Zirkon:
Natürlichste Ästhetik, am nächsten am echten Zahn
Resistent gegen Verfärbungen und Vergilbung
2–3-fach längere Lebensdauer im Vergleich zu Acryl
Glattere Oberfläche, weniger Plaqueanlagerung
Als Nachteil ist die Reparatur bei Beschädigungen schwieriger als bei Acryl, und die Anschaffungskosten sind höher. Langfristig ist es jedoch die wirtschaftlichere Investition.
Weitere Informationen zum Material Zirkon finden Sie in unserem Ratgeber Zahnkronen in der Türkei.
Materialvergleichstabelle
Merkmal
Acrylhybrid
Monolithisches Zirkon
Haltbarkeit
5–7 Jahre
15–20+ Jahre
Ästhetik
Gut
Ausgezeichnet (natürlicher Zahnaussehen)
Reparierbarkeit
Einfach und schnell
Schwierig, oft Neuanfertigung nötig
Gewicht
Leicht
Mittel
Verfärbungsresistenz
Niedrig
Hoch
5-Jahres-Überlebensrate
83 %
93,7 %
Anschaffungskosten
Niedriger
Höher
Langfristige Kosten
Höher (Erneuerung nötig)
Niedriger
Risiken, Komplikationen und wie Sie diese minimieren
Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch die All-on-6 Implantatbehandlung Risiken. Die 10-Jahres-Erfolgsrate von 94–98 % ist sehr hoch -- aber mögliche Komplikationen zu kennen und vorzubeugen beeinflusst Ihren Behandlungserfolg direkt. Kein Konkurrent thematisiert dies offen -- wir schon.
Die häufigsten Komplikationen
Die in unserer klinischen Praxis am häufigsten auftretende Komplikation ist die Periimplantitis -- eine Entzündung des Gewebes um das Implantat herum.
Periimplantitis: Auf Implantatebene in ca. 9 %, auf Patientenebene in ca. 20 % der Fälle. Rauchen, schlechte Mundhygiene und unkontrollierter Diabetes sind die Hauptrisikofaktoren (PMC7536094)
Implantatversagen: Im 10-Jahres-Verlauf in 2–5 % der Fälle. Tritt meist während der Osseointegration auf (erste 3–6 Monate)
Prothesenprobleme: Risse oder Brüche bei Acrylprothesen, Schraubenlockerung. Bei Zirkon selten, kommt aber vor
Nervschäden: Im Unterkiefer selten, aber schwerwiegend. Kann zu Taubheitsgefühlen am Kinn oder an der Lippe führen
Sinuskomplikationen: Risiko einer Perforation der Kieferhöhlenmembran bei Implantaten im hinteren Oberkieferbereich
Wie Sie das Risiko minimieren
Die Minimierung des Komplikationsrisikos erfordert die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihrem Chirurgen:
Premium-Implantatmarke wählen: Bevorzugen Sie Marken mit klinischer Evidenz wie Straumann und Nobel Biocare
Rauchen aufgeben: Mindestens 4 Wochen vor und 3 Monate nach der Behandlung ist Rauchen absolut verboten
Mundhygiene einhalten: Tägliche Pflege und alle 6 Monate professionelle Reinigung
Regelmäßige Kontrolltermine wahrnehmen: Im ersten Jahr alle 3 Monate, danach alle 6 Monate
Erfahrenen Chirurgen wählen: Suchen Sie eine Klinik mit mehr als 50 Vollbogen-Implantatfällen pro Jahr
Mehr zur Sicherheit der Zahnbehandlung in der Türkei erfahren Sie in unserem Beitrag Zahnimplantat-Nachsorge.
Erfolgsraten: Klinische Daten
Peer-reviewed Studien zeigen klare Ergebnisse zu den Überlebensraten von Zahnimplantaten:
Diese Daten stammen aus Langzeit-Klinikalstudien, die weltweit 10.871 Implantate beobachtet haben. In All-on-6-spezifischen Studien wird berichtet, dass der Lastverteilungsvorteil von sechs Implantaten zu Erfolgsraten im oberen Bereich der allgemeinen Implantatdaten führt.
Die American Academy of Implant Dentistry (AAID) hat die acht häufigsten Probleme bei All-on-X-Systemen detailliert dokumentiert (AAID).
Wie überprüfen Sie die Qualität einer Klinik?
Die Wahl der richtigen Klinik für Ihre All-on-6 Behandlung in der Türkei ist die entscheidendste Entscheidung für Ihren Behandlungserfolg. Internationale Zertifizierungen, verwendete Implantatmarken und klinische Erfahrung sind die drei zentralen Verifizierungspunkte.
Welche Zertifizierungen sollten Sie suchen?
JCI (Joint Commission International): Goldstandard-Akkreditierung für Gesundheitseinrichtungen weltweit
ISO 9001: Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems
Zulassung des türkischen Gesundheitsministeriums: Gesetzliche Pflicht -- meiden Sie Kliniken ohne Zulassung unbedingt
Gesundheitstourismus-Genehmigung: Vorgeschrieben für Kliniken, die internationale Patienten behandeln
Implantatmarke überprüfen
Stellen Sie vor Ihrer Behandlung diese Frage: „Welche Implantatmarke verwenden Sie, und erhalte ich einen Implantatpass?"
Implantatmarken lassen sich grob in drei Kategorien einteilen:
Premium: Straumann (Schweiz), Nobel Biocare (Schweden) -- Marken mit der umfangreichsten klinischen Datenlage
Einstiegssegment: Marken aus China und Indien -- begrenzte klinische Evidenz
Eine Premium-Marke erhöht Ihre langfristige Erfolgsrate direkt. Straumann- und Nobel Biocare-Implantate sind über mehr als zehn Jahre mit Erfolgsraten von über 97 % dokumentiert.
Warnsignale
Meiden Sie folgende Situationen:
Kliniken, die die Implantatmarke nicht offenlegen
Zertifizierungen auf der Website, die nicht verifizierbar sind
Unrealistische Versprechen („Neue Zähne in einem Tag, null Risiko")
Aggressiver Rabattdruck oder „Nur noch heute"-Marketing
Nachsorge, Garantie und was passiert, wenn etwas schiefläuft?
Die Pflege von All-on-6 Implantaten erfordert -- ähnlich wie bei natürlichen Zähnen -- tägliche Mundhygiene und regelmäßige professionelle Kontrollen. Eine seriöse Klinik sollte eine Implantatgarantie von 5–10 Jahren und eine Prothesengarantie von 2–5 Jahren bieten. Die eigentliche Frage lautet: Was passiert, wenn Sie nach der Heimkehr ein Problem haben?
Die ersten Tage nach der Operation
Die ersten 48 Stunden sind die kritischste Phase:
Schwellung: Normal, klingt innerhalb von 3–5 Tagen ab. Kühlung mit Eispackungen empfohlen
Schmerzen: Mit verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln gut beherrschbar. In der Regel lassen sie nach 3–4 Tagen deutlich nach
Ernährung: Erste 2 Wochen ausschließlich Weichkost (Suppe, Püree, Joghurt). Hartes, knuspriges oder klebriges Essen meiden
Mundhygiene: Chlorhexidin-Mundspülung, sanftes Putzen mit weicher Zahnbürste
Körperliche Aktivität: Erste 3–5 Tage schwere körperliche Belastung vermeiden
Langfristige Pflegeanleitung
Damit Ihre Implantate über 20 Jahre halten:
Zweimal täglich mit weicher Zahnbürste putzen
Implantatbereiche mit Wasserflossen (Waterpik) oder Interdentalzahnbürste reinigen
Alle 6 Monate professionelle Zahnreinigung
Jährliche Panoramaröntgenkontrolle
Rauchen absolut verboten (erhöht das Periimplantitis-Risiko um das 3-Fache)
Implantatgarantie: 5–10 Jahre (kostenlose Erneuerung bei Implantatversagen)
Prothesengarantie: 2–5 Jahre (Materialfehler oder vorzeitiger Verschleiß)
Garantiebedingungen: Einhaltung der regelmäßigen Kontrolltermine und Pflegeanweisungen
Was tun Sie, wenn nach Ihrer Heimkehr ein Problem auftritt?
Fernkonsultation: Bewertung der Situation per WhatsApp oder Videoanruf
Koordination mit lokalem Zahnarzt: Als BestDent koordinieren wir die Nachsorge mit Partnerkliniken in Deutschland und Großbritannien
Garantiebedingte Rückreise: Bei ernsthafter Komplikation, Rückreise in die Türkei und kostenlose Behandlung im Rahmen der Garantie
Als BestDent bieten wir unseren Patienten eine 5-Jahres-Garantie und 24/7-Support auf Englisch und Deutsch.
Wie geht BestDent die All-on-6 Behandlung an?
Bei BestDent verfolgen wir einen konservativen Ansatz für die All-on-6 Behandlung. Statt jedem Patienten automatisch denselben Behandlungsplan anzubieten, ermitteln wir durch eine umfassende Voruntersuchung, was Sie wirklich benötigen.
Unsere verwendeten Materialien:
Ausschließlich Premium-Implantate von Straumann (Schweiz) und Nobel Biocare (Schweden)
Standardempfehlung: monolithisches Zirkon -- Acrylhybrid auf Patientenwunsch möglich
Jeder Patient erhält einen Implantatpass
Unsere Zertifizierungen:
JCI-Akkreditierung
ISO 9001 Qualitätsmanagementsystem
Gesundheitstourismus-Genehmigung des türkischen Gesundheitsministeriums
In unserem All-inclusive-Paket enthalten:
Flughafentransfer und Hotelkoordination
Alle Untersuchungen, Laborwerte und bildgebende Diagnostik
Chirurgischer Eingriff und provisorische Prothese (erster Besuch)
Endgültige Zirkonprothese (zweiter Besuch)
5 Jahre Garantie
24/7 Support-Hotline
Koordinierte Nachsorge mit Partnerzahnärzten in Deutschland und Großbritannien
Hinweis zu unserer Behandlung: Für jeden Patienten erstellen wir eine digitale chirurgische Planung auf Basis eines 3D-CT-Scans. Wir vermeiden unrealistische Versprechen und kommunizieren die Grenzen und Alternativen der Behandlung klar. Wenn All-on-4 besser geeignet ist, sagen wir das offen.
Abschließende Entscheidung -- Ist All-on-6 in der Türkei die richtige Wahl für Sie?
All-on-6 wählen
Alternative erwägen
Wenn Sie eine Oberkieferbehandlung planen
Wenn Sie ausreichend Knochen im Unterkiefer haben (All-on-4 kann ausreichen)
Bei moderatem Knochenschwund
Bei schwerem Knochenschwund (Knochenaufbau zuerst nötig)
Wenn Sie maximale Stabilität und Redundanz wünschen
Wenn das Budget Priorität hat
Wenn Sie das langfristig zuverlässigste Ergebnis suchen
Wenn Sie eine kürzere Operationszeit bevorzugen
All-on-6 Zahnimplantate sind -- bei richtiger Patientenauswahl und erfahrenem Team -- mit einer Erfolgsrate von 94–98 % eine der zuverlässigsten Lösungen für vollständige Zahnlosigkeit. Der größte Vorteil einer Behandlung in der Türkei: Sie erhalten dieselbe Qualität mit einer Ersparnis von bis zu 70 % im Vergleich zu westeuropäischen Preisen.
Dieser Ratgeber wurde vom klinischen Team von BestDent erstellt und auf medizinische Richtigkeit geprüft. Der Inhalt basiert auf peer-reviewed klinischen Studien (PMC, PubMed, AAID) und langjähriger klinischer Erfahrung. Stand: April 2026.